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Wertewächter

„Wertewächter“ vermitteln demokratische Werte an Ludgerus-Schule und Geschwister-Scholl-Oberschule

Achtklässler sollen Multiplikatoren für ihre Werte sein / Unterstützung durch das Projekt Partnerschaft für Demokratie der Stadt Vechta

Vechta  - Mut, Toleranz, Ehre, Humor, Optimismus, Respekt, Ehrlichkeit oder Opferbereitschaft sind Werte, die zu einer demokratischen Gesellschaft gehören, aber nicht immer selbstverständlich gelebt werden. An der Ludgerus-Schule und der Geschwister-Scholl-Oberschule in Vechta werden sich zukünftig sogenannte „Wertewächter“ für diese Werte einsetzen. Fünfzehn Schülerinnen und Schüler aus dem 8. Jahrgang der beiden Schulen haben am vergangenen Wochenende an einem viertägigen Workshop im Dümmerheim zur Ausbildung als „Wertewächter“ teilgenommen. Gefördert wurde der Workshop durch das Projekt „Partnerschaft für Demokratie“ der Stadt Vechta.

Bereits im Vorfeld hatte das Projektteam um Lars Herrgott die 8. Klassen besucht und Jugendliche für den Workshop ausgewählt. „Die Schülerinnen und Schüler müssen verstehen, worum es geht und bereit sein, die Werte weiterzugeben“, erläutert Lars Herrgott die Auswahl. Im Dümmerheim wurden dann in einem ersten Schritt gemeinsam die Werte erarbeitet, die den Schülerinnen und Schülern wichtig sind und für die sie an ihrer Schule eintreten wollen. „Die „Wertewächter“ sollen Multiplikatoren sein und darauf achten, dass demokratische Werte in den Schulen umgesetzt werden“, so Herrgott. 

Eine der zukünftigen „Wertewächter“ ist Laetitia Czeszak von der Ludgerus-Schule. Die 14-jährige ist bereits als Streitschlichterin aktiv und hat sich ganz bewusst für die Aufgabe als „Wertewächterin“ entschieden. „Ich finde, dass alle Menschen gleich sind. Ich bin gegen Rassismus“, vertritt sie selbstbewusst ihre Einstellung. Und Selbstbewusstsein benötigen die zukünftigen „Wertewächter“. „Es ist keine leichte Aufgabe“, betonen die Organisatoren. Daher standen auch die Themen Autorität und Rhetorik auf dem Programm. Die Jugendlichen lernten zum Beispiel, wie sie Probleme mit Schülern oder mit Lehrern ansprechen können, wie sie Rückgrat zeigen und wie sie vor einer Klasse sicher auftreten und sprechen. „Setzt man beispielsweise anstelle des Wortes „aber“ das Wort „und“, erhält der Satz mehr Bedeutung“, beschreibt Robin Pietras von der Geschwister-Scholl-Oberschule ein einfaches rhetorisches Mittel. Mit einem selbst entwickelten Werte-Memory haben die „Wertewächter“ zudem ein Handwerkszeug an der Hand, mit dem sie in den Klassen arbeiten können. Susanne Thees und Emma Bussmann von der Ludgerusschule wollen als „Wertewächter“ ganz besonders auch die Fünftklässler ansprechen und sie über die Werte in der Schule informieren. Aber auch in Konfliktsituationen werden die „Wertewächter“ zukünftig im Einsatz sein. 

Natürlich durfte an dem Wochenende auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Mit gemeinsamen Spielen lernten sich die Jugendlichen besser kennen und konnten Vorurteile gegenüber Schülerinnen und Schüler der jeweils anderen Schule abbauen. Eine Erfahrung, die sie bei ihrer zukünftigen Aufgabe als „Wertewächter“ sicher auch nutzen können.

 

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